Sardinien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7. Mai bis 18. Mai 2008

1. Tag:

Start in Wilderswil

Wir treffen um 8:00 Uhr beim Fahrschulcenter der Fahrschule Zurbuchen mit dem Auto ein. Noch kurz eine Kiste in den Anhänger geschmissen, das Verdeck der Ladefläche zugemacht und den Anhänger mit der LC8 und dem Gepäck der ganzen Reisegruppe angehangen. Vorzeitig starteten ich, meine Frau und unser Sohn, gegen den Brünig. Die Motorräder folgten uns etwas später. In Alpnach nahmen wir die Autobahn Richtung Gotthard. Nächster Treffpunkt war die Autobahnraststätte vor Erstfeld, wo der zweite Teil der Gruppe zu uns stiess. Da die „Erstfelder“ bereits mit dem Motorrad angereist waren, musste ich keine Gepäckstücke mehr im Anhänger einladen. Von Erstfeld aus fuhren wir durch den Gotthard Tunnel das Tessin hinunter bis zur Raststätte Coldrerio. Dort habn wir noch einmal voll getankt. Ich nenne es legal gestohlen! 2,23 Franken für einen Liter Diesel. Aber immer noch etwas günstiger als in Italien. Von Coldrerio aus reisten wir dann ohne die restliche Gruppe über Milano, nach Genua, wo unser Schiff bereits wartete. So lange wie da, musste ich noch nie aufs einschiffen warten. Wir waren um kurz nach 15:30 Uhr am Hafen. Um 19:45 Uhr konnten wir erst aufs Schiff. Fast zu letzt. Als wir dann schlussendlich an Bord zu den anderen gestossen sind, hatten die bereits gegessen und waren schon leicht Frohnaturen. Das Schiff war im grossen und ganzen vernünftig. Schön ausgebaut. Entäuschend war, dass das Speiserestaurant bereits um 21:00 Uhr zumachte. So gingen wir relativ hungrig ins Bett.

2. Tag:

Kurvenfahren mit Anhänger

Wie von einem Feldweibel wurden wir von der Stimme im Lautsprecher aus dem Bett gerissen. Anlegezeit 7:45 Uhr, hat es geheissen. Oh Gott, nicht mal Zeit für ein Frühstück! Schon geht die Reise weiter. Die Stimmung meiner Frau war dementsprechend; Bild ohne Ton! Der Kleine sägte an den Nerven. Wiederum verabschiedeten wir uns von der Gruppe, um autonom ins Hotel Gala die Ginepro zu reisen. Mit Auto und Anhänger macht es nicht sehr viel Freude, eine Tour zu machen. Also, schnellste Route ins Hotel. Drei Stunden später und nach etlichen Kurven, finden wir das Hotel sehr gut. An der Reception wird uns dann mitgeteilt, dass sie uns nicht auf die Zimmer lassen, erst wenn der Gruppenführer da ist!! Was bitte sollen wir denn bis dann machen? Stellte sich die Frage. Es war gerade mal kurz nach ein Uhr und die anderen würden bestimmt nicht vor 18:00 Uhr eintreffen. Abhängen im Hotel dürfen wir, einfach nicht auf Zimmer, war die Antwort. OK. So luden wir erst mal das ganze Gepäck und das Motorrad auf dem Anhänger aus. Das Gepäck deponierten wir in einem Raum, welcher uns vom Hotel zur Verfügung gestellt wurde. In der Zwischenzeit liess meine Frau ihren Charme spielen. Natürlich nicht bei mir, denn ich hatte ja Bild ohne Ton, sondern beim Receptionisten. Zu guter letzt liess der gute Mann uns dann doch noch aufs Zimmer. So beendeten wir den Tag mit einer kleinen Wanderung in der Hotelanlage und der Junior mit einem Badeplausch im Pool.

3. Tag

Endlich Motorrad fahren

Der Tag fing ganz gemächlich an. Insgeheim machte ich aber schon Luftsprünge vor Freude. Endlich etwas Schotter unter die TKC zu bekommen. Nichts da! Ich war ja eigentlich nur als „Ersatztourguide“ auf der Reise mit. Meine Aufgabe bestand darin, das Gepäck ins Hotel zu fahren und wieder nach Hause zu bringen. Dachte ich. Wird doch am Vorabend vom Tourleiter erzählt, dass die die nur eine kleine Kurztour machen wollen, bei mir ansaugen können. Am Vorabend hatte ich noch Hoffnung. Keiner sagte oder fragte was. Nur unauffällig verhalten und früh auf Zimmer verschwinden, dachte ich. Aber das Schicksal hatte zugeschlagen, mit voller Wucht. Gleich drei von der Gruppe und mein Sohn wollte mit auf Tour. OK, meinem Sohn habe ich ja versprochen, dass ich ihn mitnehme. So schlage ich eben zwei Fliegen mit einer Klappe. Wir verliessen das Hotel um kurz nach 10 Uhr Morgens und tankten in Orosei auf. Über Galtelli und Bilti fuhren wir nach Budduso. In einem Restaurant assen wir einen kleinen Imbiss. Die Teigwaren, mit Fleisch mundetetn sehr und Junior genoss seine Pommes. Bevor wir aber nach Budduso kamen, fand ich die schönsten Stotterpisten. Auf der Navikarte waren die nicht verzeichnet. Also konnte ich auch nicht genau sagen, wo die Wege des Glücks enden. Als Ausrede habe ich auf das Schild ‚Ristorante‘ verwiesen, um wenigstens ein paar Meter geniessen zu können. Das Ristorante habe ich natürlich nicht gefunden. Nach dem Mittagessen ging die Tour weiter über Ala dei Sardi, Concas und Posada zurück ins Hotel. Ok, dachte ich jetzt noch schnell eine halbe Stunde ein paar Feldwege fahren. Ist nicht! Schon wieder. Meine Frau fühlt sich nicht wohl und hätte gerne, dass ich da bleibe. Na ja. Morgen ist auch noch ein Tag.

4. Tag:

„Sürmu“ Tag

Am vierten Tag trug unser Junior seinen Teil zu einem gelungenen Ferientag bei und so war betreffend Motorrad fahren genau nichts möglich.

5. Tag:

Endlich Offroad

Schon fast hatte ich die Hoffung auf einen Offroad Ausflug aufgegeben. Doch das Schicksal sollte mir gnädig sein. So stellte ich den Wecker, um früh Morgens aus dem Bett zu kommen. Ich schnappte mir meine sieben Motorrad Sachen und schlich mich in Unterhose und T-Shirt aus dem Zimmer, um mich auf dem Flur umzuziehen, so dass ich meine Familie nicht wecke. Schnell einen Kaffee beim Frühstücksbuffet heruntergestürzt und ab aufs Motorrad. GPS sei Dank, musste ich auch nicht lange nach Offroad Strecken suchen. Unbefestigte Stichstrassen hat es tausende entlang der Hauptstrassen, aber eine durchgehende Strecke zu finden, ist auch nicht all zu schwer. Schon ein paar Minuten vom Hotel weg, fand ich eine Strasse, die über den Berg zu führen schien. Genau das tat sie dann auch. Schon nach kurzer Zeit fand ich mich vor einem Viehgatter wieder. Ich erinnerte mich an eine Aussage von einem anderen LC8 Forum Nutzers, welcher geschrieben hat, dass es kein Problem ist, die Tore aufzumachen und auf Wegen zu fahren, solange man die Tore auch wieder zu macht. Genau das tat ich auch. Denn auf Grund dieser Aussage, habe ich mich vor dem Tor entschieden weiter zu fahren. Normalerweise würde ich sonst umdrehen und nach einer anderen Möglichkeit suchen. Ein paar Kehren weiter hatte ich dann den Bauern mit seinem Fiat Panda vor mir. Ich schloss langsam auf, als er plötzlich zur Seite fuhr und mir Platz machte, ihn zu überholen. Ein freundliches Buon Giorno und Grazie war selbstverständlich. Bald erreichte ich seinen Hof. Die Strasse führte direkt an den Stallungen vorbei, ins Gebirge. Wo ich ein weiteres Tor antraf. Den Spuren nach, war ich aber nicht der einzige mit Motorrad, der hier lang fuhr. So setzte ich meine Fahrt fort. Auf der anderen Seite fuhr ich dan auf der Asphaltstrasse gegen Nordosten. Ein paar Kilometer weiter wieder Rechts weg auf Schotter bis runter zur SP3. Wieder Nordwärts und wieder rechts runter Richtung Meer. Alles auf Unbefestigter Strasse bis Capo Camino und Richtung Westen auf grober Schotterstrecke bis zur SS131D und über einen kleinen Pass zurück zum Hotel. Ein toller Tag.

6. Tag:

Wieder nichts

Wegen Regenwetter entschloss ich mich, etwas mit der Familie zu unternehmen. Ein paar kleine Servicearbeiten bei den anderen und zurück ins Bett. Eine kleine Tour mit dem Auto und eine Motorradrückführung zum Hotel war alles an dem Tag.

7. Tag:

Oh Mann!

Auch der siebte Tag ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Der ganze Tag Regen und Wind. Richtiges Sauwetter. Also steht ein Ausflug nach Orosei an den Markt auf dem Programm. Am Nachmittag sind wir dann mit Philippe nach Posada und Siniscola gefahren. Auf der Suche nach einer Motorrad Vermietung. Mal schauen was der morgige Tag für Wetter bringt.

8. Tag:

Nur ein bisschen

Der Morgen des achten Tages begann relativ trocken. Der Himmel sah jedoch nach mehr Regen aus. Trotzdem musste ich aufs Motorrad. Dass kann doch nicht sein! Bereits acht Tage auf Sardinien und ich musste noch nicht einmal tanken. Also los. Nach Orosei. Möglichst kurz wird die Tour gehalten. Wiederum unweit vom Hotel zweigt ein Schotterweg rechts ab und führt mich über wunderbare Weiden nach Onifai. Von dort aus fahre ich zurück nach Orosei. Kurz nach der Brücke, zweigt ein Schotterweg gegen das Meer ab. Ich folge dem Weg und finde mich in Mitten schönster Offroadwege, Wasserdurchfahrten und befahrbaren Stränden wieder. So verflogen die 2 Stunden im nu. Noch schnell aufgetankt und zurück ins Hotel. Am Nachmittag bin ich dann mit der Familie nach Olbia gefahren. Ein kleiner Shopping Bummel und ein paar Eiscrems später, waren wir wieder im Hotel.

9. Tag:

Abschied

Ein Tag früher verlassen uns 6 unserer Reisegruppe vorzeitig aus diversen Gründen. So komme ich erst spät vom Hotel weg. Ich wollte eigentlich noch einmal die Strecke nach Onifai fahren, aber um die verlorene Zeit wieder wett zu machen, bringe ich die ersten Kilometer auf der Schnellstrasse hinter mich. Über Orosei rauscht es ganz zügig gegen Lula, wo bereits der erste geplante Offroad Abschnitt auf mich wartet. Der Anfang war toll, aber bei der Verzweigung wo ich Links abbiegen müsste, steht ein Tor mit einem riesigen Vorhängeschloss. Also ist die Variante gestorben und ich drehe um. Weiter auf der Hauptstrasse nach Lula. Lula umfahre ich dann auf einem Stück Schotterstrasse, welche in die SP3 einmündet. Dieser kurvenreichen Strasse folge ich dann ein paar Kilometer, bis links eine schmale, asphaltierte Strasse abzweigt. Mit ein paar Kehren wird Höhe abgebaut. Das Navi gibt zwar an „Unbefestigte Strasse“ aber der Asphalt nimmt kein Ende. Also weiter auf der Strasse, gegen Lode zu. Auf der Scheitelhöhe ist dann der Asphalt endlich zu Ende und eine herrlioche Schotterstrecke führt mich bis zur Abstiegsstelle, wo der Asphalt mich wieder ins Tal bringt. In Lode finde ich dann die nächste Offroad Strecke, die mich bis an den Fluss Possada bringt. Die Strecke führt ein Weilchen dem Fluss entlang, bis sie wieder in die SP3 einmündet. Danach folgte ich der SP3 über Santa Anna nach Siniscola, eine herrrvorragende Strecke für Supermotos, zurück ins Hotel. Anschliessend noch einen Familienausflug nach Nuoro. Mit einem Gelati wird der Tag beendet.

10. Tag:

Ein letztes Mal

Relativ spät fällt der Startschuss zur letzten Offroad Tour in Sardinien. Erst um 9 Uhr komme ich vom Hotel weg. Unweit vom Hotel biege ich ins Hinterland ab. Ein schön verundener, mit kleinen Auf- und Abfahrten gespickter Schotterweg führt nich auf eine kleine Rundreise, wellche immer happiger wird. Wie schön wäre dooch eine kleine Enduro. Zwei Mauern mussten noch überwunden werden um wieder auf die SP3 zu gelangen. Weiter nach Punto Siedotta zum tanken und anschliessend auf einem Schotterweg nach Siniscola. Etwa auf halbem Weg biebt eine Schotterstrasse links in die Berge ein. Dieser folge ich, bis auf ein Bauerngut. Der Bauer ist gerade anwesend und steigt aus seinem Landrover aus und fragt was ich hier wolle. Er war freundlich, aber nicht erfreut. Kurze Ausrede, dass ich mich verfahren habe und es mir leid tue und die Frage natürlich, wie ich auf die SP3 komme. Als der Bauer merkte, das ich aus der Schweiz bin, hat er mir sofort erzählt, dass er vor 12 Jahren in der Schweiz gearbeitet habe. Am Gotthard oben. Wenn ich nur halb so gut Italienisch sprechen würde, wie er Deutsch, würde ich mich freuen. Nach einem längeren Gespräch verabschiedete und entschuldigte ich mich, und fuhr zurück zur letzten Abzweigung, wo ich falsch gefahren war. Zurück auf der SP3 nahm ich die schon bekannte Route zurück über Capo Camino. Noch das Moped in Orosei waschen und im Anhänger verladen. So war das Ende des Urlaubs besiegelt.

11. Tag:

Rückreise

Die Rückreise mit Auto und Anhänger verlief mühsam. Ich wählte diesmal eine Route über Olbia nach Porto Torres. Nicht wegen den Strassen, sondern wegen dem Anhänger. Wir hatten zwei Mopeds im Anhänger, plus Gepäck von sämtlichen Teilnehmern. Wegen dem Platz, der die ganzem Mopeds benötigten, konnte ich das Gepäck nicht gut im Anhänger verteilen. So fing der Anhänger unweigerlich an zu schlingern, wenn ich über 75 Km/h schnell fuhr. In Porto Torres wurde ich aber einige Gepäck Stücke los und so war ein normaler Anhänger Betrieb möglich. Wir legten noch einen Zwischenstop in Olbia ein und trudelten dann um 18:00 Uhr in Porto Torres am Hafen ein. Das Verladen aufs Schiff lieff diesmal problemlos und schnell ab. Die Kabine war schnell gefunden und bezogen. Jedoch war die Nacht wieder etwas kurz und der Schlaf wurde wegen der schlechten Betten regelmässig unterbrochen.

12. Tag:

Heimreise

Zum letzten Tag gibt es nicht mehr viel zu erzählen. Da das Pfingstwochenende hinter uns lag, entschied ich mich, über den Simplon nach hause zu fahren und einem eventuellen Stau vor dem Gotthard aus dem Weg zu gehen. Wir fuhren um ca. 8:00 Uhr in Genua los und waren um genau 14:15 Uhr zuhause vor gefahren. Gepäck raus, mein Moped ausgeladen, Gepäck wieder rein und Anhänger am Gepäck Pick up Point abgestellt.

Fazit:

•  Der Nordosten von Sardinien empfand ich Landschaftlich als eintönig. Von Porto Torres bis Orosei und durch das ganze Hinterland sieht es für mich überall gleich aus.

•  Das Hotel Gala Ginepro kann ich für Familien mit einem Einzelkind in der Vorsaison nicht empfehlen. Es hat praktisch keine Möglichkeiten, um und im Hotel etwas zu unternehmen. Die Temperaturen sind in der Windstille und an der Sonne recht warm. Jedoch nicht warm genug, dass man ohne Erfrierungserscheinungen im Pool baden kann.

•  Das Meer war in der Zeit übrigens noch kälter.

•  Das Hotel Gala Ginepro kostet normal 200 Euro die Nacht. Angeblich 4 Sterne. Wobei ich in unseren Breitengraden in besseren 2 Sterne Hotels gewohnt habe. Der pseudoi Kühlschrank kühlt nicht richtig. Dass man in der Dusche steht merkt man nur daran, dass man nass ist. Absolut kein Druck vorhanden. Wenn man Pech hat, hat man sogar nur kaltes Wasser. Staumöglichkeiten für Kleidung, Motorradsachen ect. Hat es zu wenig und auf dem Balkon kann man gerade mal ein Stuhl hin stellen. Die Menus für unsere Gruppe war eine Katastrophe! Jeden Abend Suppe oder Salat, Teigwaren mit Tomatensause und Risotto, ein Stück Fleisch mit Gemüse und Dessert. Alles mit Fisch, bzw. Meersefrüchten. Spätestens nach dem dritten Abend hing mir das Essen zum Hals heraus und habe fast nichts mehr zu mir genommen. Wer mich kennt weiss, was das heisst! Gott sei Dank war da noch die Relax Bar etwas weiter oben. Da konnte man wenigsten vernünftig essen, ohne das alles mit Fisch- und Meeresfrucht Geschmack verseucht war. Laut der Hotelbroschüre gibt es von 7 bis 10 Uhr Frühstück. Wir sind jedesmal erst so um 9:30 Uhr nach unten gegangen – Und jedesmal war das Buffet schon abgeräumt und wir mussten fast um ein Frühstück betteln. Die Zimmermädchen bringen zwar jden Tag frische Handtücher, räumen ein wenig auf und machen die Betten. Aber geputzt wird nicht. 3 Tage hatten wir den Sand vom Strand auf dem Zimmerboden. Das Waschbecken und das Bad wurden nicht gereinigt. Kurz, das Hotel Gala die Ginepro bei Orosei, ist das Geld wo sie verlangen, nicht wert!!! Das einzige, was für das Hotel spricht, ist das Personal. Sehr freundlich und Hilfsbereit.

•  Wenn man ein wenig unter Leute will, ist man gezwungen, 20 Minuten nach Orosei oder 30 Minuten nach Posada oder Siniscola zu fahren. Es gibt sonst nichts in der Nähe, um einen Regentag mit Kind über die Runde zu bringen.

•  Motorrad fahren auf Sardinien ist jedoch ein Traum. Fast kein Verkehr im Hinterland. Kurven ohne Ende und eine nach der anderen. Es hat für jeden etwas. Supermoto, Tourer oder Enduro. Sogar Superbike Piloten werden ihren Spass haben. Die Strassen sind klasse.

•  Offroad: Es hat tausende Möglichkeiten, Schotterwege zu befahren. Bei einigen, welche ich gefunden habe, kommt man bis direkt an die Brandung vom Mittelmeer. Wenn man sich ein wenig auskennt, oder einen Ortskundigen Tourguide hat, kann man hammer Enduro Touren fahren. Auf eigene Faust geht es eben im Pfadfindermodus zur Sache und man muss oft wieder umdrehen, weil der eingeschlagene Weg in einer Sackgasse endet. Ich habe festgestellt, dass die Bauern in der Regel nichts sagen, solange man auf den Wegen bleibt und ihr Grundstück respektiert. Das heisst, wenn man nicht den Zaun zu ihrem Hof aufmacht und quer über den Hof fährt, ist man akzeptiert. Auch hier gilt mit Respekt und Anstand zu fahren, wenn man Leute oder andere Fahrzeuge kreuzt, oder an Häusern vorbei fährt. So bekommt man garantiert keinen Ärger (Siehe Tag 10). Tore, bzw. Weidezufahrten kann man ohne weiteres aufmachen, solange man sie wieder schliesst und diese nicht auf ein Grundstück führen.

•  Wenn ich jemals wieder nach Sardinien fharen sollte, würde ich ein Hotel im Hinterland nehmen. Die Ortschaft Biti bietet sich gerade zu an. Alle geführten Touren von der Fahrschule tangierten immer irgendwo das Biti. So entfällt der Mühsame „Anreiseweg“ in die Berge. Nie mehr mit Familie, ausser die Frau ist eine Sonnenanbeterin und kann problemlos 2 Wochen von 9 bis 19 Uhr auf dem Liegestuhl verbringen und liest gerne. Und ich würde mir ein Zimmer bei einem der Agriturismo Betrieben nehmen.

•  Ich würde eher nach Korsika fahren, als nach Sardinien. Korsika ist zwar kleiner, hat Landschaftlich aber mehr zu bieten.